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LED-Berechner - Suche Programmierer
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Autor:  granate2000 [ 18.01.2010 22:16 ]
Betreff des Beitrags:  LED-Berechner - Suche Programmierer

Hallo PB-Gemeinde

Habe so eine schöne Webseite mit einem LED-Berechner gefunden die ich gerne als Offline-Tool haben möchte.
Leider fehlen mir dazu die Programmierkenntnisse. Besonders was die Gui und Grafik angeht.
Ich habe den Betreiber schon angeschrieben ob ich den PHP-Code haben könnte, bekam aber leider keine Antwort.

Schaut euch das mal an auf www.led-rechner.de.
Besonders die Verbrauchsberechnung und die Empfehlungen der Wiederstandsleistung gefällt mir.
Auch das mehrere Beispiele für die Verschaltung gemacht werden find ich super.

Ist sowas mit PBasic möglich ?

Autor:  Kaeru Gaman [ 18.01.2010 22:34 ]
Betreff des Beitrags:  Re: LED-Berechner - Suche Programmierer

Zitat:
Ist sowas mit PBasic möglich ?

ist Schrödingers Katze gleichzeitig tot und am Leben?
ist die Korrekte Bezeichnung für Menschen eigentlich Pan Narrans und nicht Homo Sapiens?


also, GUI und Grafik sind da Pillepalle, das Proggi dahinter eigentlich auch.

man muss nur die nötigen Formeln kennen, und da Elektrik bei mir schon ein Vierteljahrhundert her ist, und damals auch noch nicht mit LEDs gerechnet wurde, hab ich keine Ahnung, welche Formeln ich da raussuchen müßte.
wenn du also die korrekten Formeln zur Hand hast, dass man das aufm Papier ausrechnen kann, ist das supereinfach in ein Proggi zu stopfen.

Autor:  granate2000 [ 19.01.2010 00:46 ]
Betreff des Beitrags:  Re: LED-Berechner - Suche Programmierer

Die Berechnung wird hier sehr gut erklärt.

http://www.spaceflakes.de/index.php?mode=t&index=7

Autor:  WPö [ 19.01.2010 10:17 ]
Betreff des Beitrags:  Re: LED-Berechner - Suche Programmierer

Moin!

Gut erklärt ja, aber falsch. Die maximale Verlustleistung des Vorwiderstands errechnet sich aus der Spannung, die über ihm abfällt und dem Strom, der durch ihn fließt. Also in dem Beispiel: 1,5Vx30mA=45mW. Ein ordinärer Metallfilmwiderstand tut's allemal und auch bei Verwendung eines SMD-Widerstandes in der Größe 1206, 0805 oder gar 0603 gäbe es kein thermisches Problem.

So eine popelige Arithmetik in Purebasic zu gießen sollte kein Problem darstellen. Die GUI dürfte auch recht schnell zusammengeschraubt sein. Probiere einfach schonmal etwas aus. Bei Schwierigkeiten helfen wir gern weiter.

Ach ja, noch 'was: Die 3,5V, die über jeder LED in dem Beispiel abfallen, sind die typische Schleudenspannung (auch Vorwärtsspannung genannt) einer blauen oder weißen LED. Komme nicht auf die Idee, die Schaltung mit diesen Werten, aber z.B. roten LEDs zu betreiben! Die nämlich haben eine typ. Uf von 1,6V - und dann fließen (12V-3x1,6V)/51R=282mA durch den Strang. Die Uf würde sich dann zwar auf etwa 2,2V durch den differentiellen Widerstand ändern, der Strom wäre dann aber immer noch 106mA, was tödlich wäre für alle Bauteile. Die korrekten Werte für die LEDs entnimmst Du am besten dem Datenblatt.

4 Nachrichten in über 1,3 Jahren? Bißchen dünn... Trag bitte Dein Alter ins Profil ein, damit wir bei Antworten besser darauf eingehen können.

Gruß - WPo

Autor:  Kaeru Gaman [ 19.01.2010 13:55 ]
Betreff des Beitrags:  Re: LED-Berechner - Suche Programmierer

@WPö

ah, du kennst dich ja gut aus. darf ich dir die Schirmherrschaft über dieses Thema übertragen?

*den Herrschafts-Schirm überreich*

... bei Problemen oder Moderationsbedarf, oder wenn irgendein einfaches Icon gebraucht wird, pieps mich an.

Autor:  WPö [ 19.01.2010 14:21 ]
Betreff des Beitrags:  Re: LED-Berechner - Suche Programmierer

Kann ich machen, gerne sogar.
Kaeru Gaman hat geschrieben:
du kennst dich ja gut aus.

Naja, muß ja! Bin gelernter Radio- und Fernsehtechniker (wo man bereits so popelige Berechnungen erlernt) und habe mich zum Elektronikentwickler hochgearbeitet. Ich hoffe, durch meine Fachkenntnis der Gemeinschaft dienlich zu sein.

Gruß - WPo

Autor:  WPö [ 19.01.2010 16:14 ]
Betreff des Beitrags:  Re: LED-Berechner - Suche Programmierer

Wo issn unsere Granate geblieben?
Also, die Berechnungen sind ziemlich einfach:

Den Widerstand berechnen wir mit R=U/I. U ist die Spannung über dem Widerstand, I der Strom im Pfad. R ist der gesuchte Widerstand und wird dann für die Praxis auf einen E12- oder E24-Wert gerundet.
E12-Werte sind: 10, 12, 15, 18, 22, 27, 33, 39, 47, 56, 68, 82.
E24-Werte sind zusätzlich: 11, 13, 16, 20, 24, 30, 36, 43, 51, 62, 75, 91.
Diese Werte kann man nun mit 0,01, 0,1, 10, 100, 1000 usw. multiplizieren, um auf Werte von 33mR, 390R, 5,1kR oder 27MR zu kommen
Beispiel: 1,5V/25mA=60R => 62R

Jetzt die Leistung, die der Widerstand verbrät: P=UxI. Hier sind P die Verlustleistung (die in Form von Wärme aufgeht), U die Spannung über dem Widerstand und I der Strom durch den Pfad. Da sich die meisten Widerstände bei Nennverlustleistung um genau 70K erwärmen, muß man die Bauform ausreichend dimensionieren. THD-Bauformen wie 0309 können als Kohleschichtwiderstand 0,25W verbraten, Metallschichtwiderstände dagegen 0,6W. Bei SMD-Bauformen liegen die Verlustleistungsgrenzen für gewöhnlich bei: 1206=0,25W, 0805=0,1W und 0603=0,125W.
Beispiel: 1,5Vx25mA=37,5mW => 1206 mit 37,5mW/250mW*70K=10,5K über Umgebungstemperatur.

So ein Widerstand ist z.B. bei Gudeco erhältlich (aber nicht für Bastler!), wobei eine 5000er-Rolle etwa 5,- € netto kostet. Bastler greifen mal besser zu Reichelt oder so.

So, jetzt stellen wir die Frage, wie wir an die Spannung über dem Widerstand kommen. Die Versorgungsspannung sei mit 12V gewählt. Eine rote LED hat 1,6V, eine gelbe 1,7V und eine grüne 1,8V Uf. Blaue und weiße LEDs haben 3,5-4V Uf. Sobald die LED zu leuchten beginnt und die Spannung den Wert (der für zumeist 20mA angegeben ist) erreicht hat, steigt sie kaum noch bei größerwerdendem Strom. Die Strom-Spannungskennlinie zeigt also einen sehr ausgeprägten Knick. Im Normalfall kann man den differentiellen Widerstand vernachlässigen.
Beispiel: Hat man zwei rote LEDs und eine grüne in einer Reihe, fallen 2x1,6V+1x1,8V darüber ab, also genau 5V. Der Vorwiderstand muß also die Differenzspannung zur Betriebsspannung plattmachen, was 7V sind.

Gruß - WPo

Autor:  Kaeru Gaman [ 19.01.2010 16:22 ]
Betreff des Beitrags:  Re: LED-Berechner - Suche Programmierer

<offtopic>
WPo hat geschrieben:
Wo issn unsere Granate geblieben?


Da er zwei Postings vor 1.3 Jahren getätigt hatte und zwei gestern, investier erstmal nicht zu viel Arbeit in das topic sondern warte mal, ob er wirklich wiederkommt...

</offtopic>

Autor:  WPö [ 19.01.2010 16:29 ]
Betreff des Beitrags:  Re: LED-Berechner - Suche Programmierer

Ja, ich weiß. Bin sowieso fertig mit Erklären. Da das aber die Anfänge wohl jedes Elektronikbastlers sind (weiß ich aus mehreren Betrieben), war es sicherlich nicht verkehrt.

Nun denn...

Autor:  granate2000 [ 20.01.2010 00:17 ]
Betreff des Beitrags:  Re: LED-Berechner - Suche Programmierer

Sorry Leute.

Ich habe 3 Kinder unter 5 Jahren, die auch noch was von ihrem Vater haben wollen. Ich hatte vor einiger Zeit mal angefangen mich mit PBasic zu beschäftigen, bin aber über einfache Experimente ohne GUI nicht hinausgekommen, was wohl an der mangelnden Zeit lag. Ich würde das sehr gerne selber können. Nur meine Basic-Kenntnisse stammen noch aus der Zeit des guten alten C64. Danach habe ich auf dem Amiga eine ähnliche Scriptsprache benutzt (Arexx). Leider ist davon nicht mehr viel im Hinterkopf. Ich Bastel gerne mit LEDs herum. In der Werkstatt wo ich das mache hab ich kein Internet, weshalb ich diese geniale Webseite dort nicht nutzen kann. Wenn ich den PHP Quellcode bekommen hätte, wärs kein Problem. Schnell den Apache mit PHP installiert und schon geht das auch Local.

@WPo
Da dich mein Alter so interessiert, ich bin 35 Jahre alt.
Deine Erklärungen zu dem Thema finde ich besser Erklärt als die meisten Webseiten das zu dem Thema tun.



Nur weil ich erst 4 Beiträge geschrieben habe. Heißt das nicht, das ich erst 4x hier war.
Ich kann nur eben meistens erst am späten Abend. Wenn nicht meine Frau auch mal was von ihrem Mann haben will :lol:

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